2009 Kino Latino!

Veranstaltungsreihe im Rahmen unserer Austauschprogramme mit Chile, Méxiko & Venezuela

04.03. | SÁBADO – DAS HOCHZEITSTAPE (OmU) /Chile

Blanca bereitet sich vor für den „schönsten Tag ihres Lebens“ – ihre Hochzeit. Das Brautkleid hat sie schon an, als sie unerwartet Besuch bekommt: Antonia eröffnet Blanca die Wahrheit über ihren zukünftigen Ehemann Victor. Der hat nicht nur die letzte Nacht mit ihr verbracht, sondern Antonia ist auch von ihm schwanger. Gabriel steht mit der Videokamera dabei und hält alles in Bild und Ton fest. Und er folgt Blanca zu Victor und filmt, wie sie ihn zur Rede stellt.

Das ungewöhnliche Hochzeitstape wurde in Echtzeit gedreht. Es gibt daher nur wenige Unterbrechungen und so gut wie keine Schnitte. Ein interessantes Experiment, das wir ausführlicher vorstellen, sobald uns Ansichtsmaterial vorliegt.

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11.03. 18 Uhr | Y TU MAMA TAMBIEN (OmU) /Mexiko

Tenoch (Diego Luna) ist der Sohn eines Politikers und stammt aus sehr gutem Hause. Julio (Gael García Bernal) hingegen wächst in bitterer Armut aus und seine Familie führt einen monatlichen Kampf ums Überleben. Trotz aller Unterschiede verbindet die beiden Teenager seit Jahren eine innige und tiefe Freundschaft. Eines Tages treffen sie auf die zehn Jahre ältere Luisa (Maribel Verdú), die sich gerade frisch von ihrem Mann getrennt hat. Der äußerst erotischen und anziehenden Art der Frau können sich die beiden Jungs nicht entziehen und so laden sie Luisa auf eine Reise zu einem unbeschreiblich schönen Strand ein – dumm nur, dass sich die beiden Hitzköpfe diesen Ort nur ausgedacht haben. Aber dann sagt Luisa überraschend zu und das Trio macht sich auf eine Reise, die geprägt ist von Drogen, Leidenschaft und Eifersucht. Ihre Freundschaft wird auf eine harte Probe gestellt, was durch ihre unterschiedliche soziale Herkunft auch noch befeuert wird…

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18.03. 18 Uhr | Maroa (OmU) /Venezuela

Die elfjährige Maroa ist ein Kind der Strasse. Sie lebt in Caracas, der Hauptstadt Venezuelas. Ihre Grossmutter Brígida verkauft auf dem Markt Lose und sagt die Zukunft voraus. Maroa bessert das Einkommen durch den Verkauf von Heiligenbildchen auf, wobei das Geschäft mit Pornoheften mehr bringt. Telenovelas, Rap-Musik und gelegentliche Diebstähle prägen Maroas Leben. Lesen hat sie nicht gelernt, sehr wohl aber, sich in ihrer rauen Umwelt zu wehren. Es ist nichts Besonderes, dass sie in der Tiefgarage Schmiere steht, während ihr Freund ein Auto aufbricht, ungewöhnlicher schon, dass sie hier Joaquín Klarinette spielen hört. Für Maroa ist diese kurze Begegnung mit der Musik Mozarts ein magisches Erlebnis. Als ein Überfall ihres Freundes Carlos schief geht, landet Maroa in einem Heim. Hier trifft sie wieder auf Joaquín. Er unterrichtet hier Musik und nimmt Maroa in seine Orchesterklasse auf. Dank Ihrer Begabung und mit einer für sie ungewohnten Disziplin, macht sie rasch Fortschritte. Unterbrochen von herben Rückschlägen, wächst bei Maroa die Hoffnung auf eine Zukunft als Musikerin.

Inspiriert ist die fiktive Geschichte Maroas von der weltweit beispiellosen und von der UNESCO ausgezeichneten Jugendorchester-Bewegung in Venezuela. Initiiert von dem Komponisten José Antonio Abreu, bieten ca. 90 Musikschulen Kindern aus armen und sozial gefährdeten Familien eine kostenfreie musikalische Ausbildung.

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