Lateinamerikafestival 2015: Afrika in Lateinamerika

Update:

Am Samstag ist es endlich so weit: unser 18. Lateinamerika Festival findet endlich wieder statt!!

Das Thema des diesjährigen Festivals ist Afrika in Lateinamerika. Dazu laden wir alle recht herzlich ein: Vom 17.-18.10.2015 bieten wir im Museum für Völkerkunde Hamburg ein super spannendes Programm an!

Am Samstagabend feiern wir eine große Fiesta mit lateinamerikanischer Musik und Shows verschiedener Live-Bands, Tanzgruppen und DJs. Am Sonntag gibt es spannende Vorträge und Workshops rund um das diesjährige Thema „Afrika in Lateinamerika“ sowie ein buntes Kinderprogramm. Für das leibliche Wohl sorgt an diesem Wochenende die „Cantina Latina“. Von kreolischen bis typisch lateinamerikanischen Speisen ist für jeden Geschmack etwas dabei. Den Abend versüßen Caipirinhas und Weine aus Südamerika.

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Sa 17.10 | 19 Uhr 8,50€ / 5€ erm. So 18.10 | 11 – 18 Uhr 8,50€ / 4€ erm. (auch mit Kinderprogramm)

Zum genaueren Ablauf:

Samstag 17.10.15 – Programm

19:00 Einlass zum 18. Lateinamerika Festival!

19:30 Präsentation IJEL e. V. / Diashow mit Bildern des diesjährigen Kuba-Austauschs

19:50 Show: Latin Flavor Samba Die internationale Samba Gruppe aus Hamburg führt atemberaubende Tänze der Rio de Janeiro Styles in traumhaften Kostümen vor. Begleitet werden sie dabei von der Bateria Altona

20:15 Show: Roda de Capoeira: „Cordão de Ouro Hamburg“ „Roda“ heißt übersetzt „Kreis“. Zwei Capoeiristas spielen im Zentrum miteinander, während die Anderen das Spiel mit Instrumenten und Gesang begleiten.

20:45 Konzert: Indira Alvarez Die afrokolumbianische Sängerin und Komponistin vermittelt in ihren Liedern das Lebensgefühl ihrer karibischen Heimat Cartagena de Indias

21:30 Konzert: Kalimocho Sounds – Die Berliner Band ist eine Mischung aus jamaikanischem Offbeat und lateinamerikanischer Lebensfreude, angereichert mit einem Schuss osteuropäischer Tanzlust und einer ordentlichen Prise spanischer Leidenschaft.

22:45 Konzert: Capitán Tifus – Die argentinische Band gilt als Begründer des „Fanfaria Latina“ einer mitreißenden Mischung aus Ska, Rock, Cumbia, Balkan, Latin und Tango, die das Publikum schnell zum tanzen bringt

24:00 DJ Alessandro Beatbreaker Der DJ aus Stuttgart wird mit Latinbeats und schwungvollen Rhythmen bis in die frühen Morgenstunden für Stimmung sorgen

*Änderungen vorbehalten

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Sonntag 17.10.2015-Programm

11:00 Einlass

11:05 -12:00 Kindertheater: Lateinamerika — Mavi Cubas Geschichten in spanischer Sprache (in der Maya-Austellung)                                                                                           Es handelt sich um das Stück „Kamishibai – El colibri que perdió su pico“. Jeden Morgen stand der kleine Kolibri sehr früh auf und kämmte sich selbstverliebt seinen Flaum, strich sich über sein Federkleid und polierte seinen Schnabel. Aber eines Tages…

12:00 -17:00 Offene Werkstatt – mit Mavi Cubas Schattentheater mit afroperuanischen

11:30 Führung: „Herz der  Maya“ -Ausstellung — Claudia Chávez                                  Frau Chávez führt Sie durch die aktuelle Maya-Ausstellung des Museums für Völkerkunde (am Ort der Ausstellung)                                                                                 Die Kultur der Maya gehört zu den faszinierendsten der Welt. Trotz blutiger Eroberung. Missionierung und Jahrhunderte andauernder Unterdrückung ist sie bis heute lebendig. Die Führung spannt den Bogen von der vor-spanischen Zeit bis hin zur kolonialen Eroberung, den Menschenrechten, der Identität und den heutigen Problemen der globalisierten Welt.

12:00 -12:45 Vortrag: „Afrodescendencia en Ecuador“ — Rocío Vera Santos         Der Vortrag handelt vom Alltag der Menschen mit afrikanischer Abstammung in Ecuador (im großen Hörsaal, auf spanisch)                                                                                         Afro-Bezirke in Quito: Identitäten und Repräsentationen vom „Schwarz-sein“. Die Geschichte zweier Frauen aus der Gemeinde San Martín/ Las Martinas des Stadtteils Caminos a la Libertad veranschaulicht Prozesse einer Land-Stadt-Migration, den Kampf für ein eigenes Heim, die Entstehung von Gemeinden und die soziale Positionierung als afro-ecuadorianische, beziehungsweise, schwarze Frau.

13:00 -13:30 Theaterstück: „Herói Negro“ — Capoeira-Gruppe „Cordão de Ouro Hamburg“ Theaterstück über die Geschichte des Capoeira in Brasilien (auf deutsch)

„Herói Negro“ – die afrobrasilianische Geschichte ist bis heute geprägt von Ungerechtigkeit, Grausamkeit, Ignoranz und Abwertung. Unter den Verbrechen der Sklaverei entstand eine einzigartige Mischung der verschiedenen indigenen und afrikanischen Kulturen – die in Candomblé, Capoeira, Samba, Maculelê, Ijexá und anderen Manifestationen ihren Ausdruck fand. Ob als Trost im Angesicht von Unterdrückung und Schmerz, als Widerstand gegen die Unmenschlichkeit oder als ungebrochene Lebensfreude – immer wieder wurden sie verboten, verfolgt und diffamiert. „Herói Negro“ verbindet Szenen der Sklaverei und Feiern der afrobrasilianischen Kultur in einer gemeinsamen Erzählung – gegen Vergessen und Marginalisierung, für eine Wertschätzung des Schwarzen Widerstands in Brasilien.
Hinweis: Um die Sklaverei in Brasilien angemessener darzustellen und nicht zu verharmlosen, enthält die Vorführung Gewaltdarstellungen und (rassistische) Beleidigungen.

13:30 -14:15 Vortrag: Jab Molassie — die Darstellung des Teufels im karibischen Karneval — Olga Demi                                                                                                        Olga Demis Vortrag handelt von den grausigen Kostümen und schauerlichen Darbietungen der Blue Devils in Trinidad, die auf die Verwandlung eines Sklaven in einen Teufel zurückgehen sollen. (Großer Hörsaal, auf Deutsch)                                                   Der Jab Molassie ist eine traditionelle Teufelsfigur diverser karibischer Karnevalsbräuche, deren Wurzeln bis in die frühste Zeit der Sklaverei zurückreichen. In Paramin, einem abgelegenen Bergdorf auf der Insel Trinidad hat sich über Generationen eine solche Teufelsmaskerade bewahren können: Feuer spuckende, blau gefärbte Dämonen (Blue Devils) bewegen sich wie in Trance zur rhythmischen Blechperkussion durch die Straßen und verbreiten auf grelle Weise Angst und Schrecken. Dieser Vortrag wird Ihnen einen Einblick in die Praxis und historischen Hintergründe dieser düsteren Karnevalstradition geben.

15:00 -15:45 Konzert: Lua Cantada & Freunde                                                              Die Hamburger Bossa-Nova-Sängerin führt Euch durch die afrobrasilianische Musik.         Die Musiker führen sie durch den afro-brasilianischen Musikstil, Bossa Nova. Bossa Nova, portugiesisch für „die neue Welle“, entstand in den späten 1950er Jahren in Brasilien und bewegt sich musikalisch zwischen langsamen Samba und Cool Jazz.

15:45 -16:15 Lesung: „Afroperú“ — Claudia Chávez                                                        Claudia Chávez erzählt von der Schwierigkeit, Afroperuaner als kulturelle Einheit zu behandeln. Eine Analyse ihrer Forschungsergebnisse (Großer Hörsaal, auf Deutsch) Afroperu und die Besonderheit kultureller Identität: Menschen mit afrikanischen Wurzeln leben nicht nur in Brasilien und Kuba, sondern auch in anderen Ländern Lateinamerikas. Claudia Chávez de Lederbogen spricht von der Schwierigkeit, Afroperuaner als eine kulturelle Gruppe zu definieren. Dazu liest sie aus ihrem Buch „Afroperu: Eine Analyse von Forschungsergebnissen“.

16:15 -16:40 Workshop: Capoeira — mit der Capoeira-Gruppe „Cordão de Ouro   Alle sind herzlich eingeladen mitzumachen, Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. (Foyer) Im Training werden verschiedene Tritte, Akrobatik und Bewegungen auf dem Boden geübt. Außerdem erlernen die Capoeiristas die Instrumente und Lieder der Capoeira. Im Workshop bekommen die Teilnehmenden die Möglichkeit, ein Training mitzumachen und einige grundlegende Bewegungen der Capoeira auszuprobieren.

Zum Flyer hier:

Faltblatt_A6_LAF2015

* Änderungen vorbehalten

Vorveranstaltung zum diesjährigen Lateinamerika Festivals: 24.09.2015

Wann:19.00 Uhr
Wo: Museum für Völkerkunde Hamburg | Rothenbaummchausse 64

Bei unserer Vorveranstaltung handelt es sich um einen Kinoabend!

Wir möchten euch den brasilianischen Film O Samba zeigen: 

Synopsis:

Wer an Brasilien denkt, dem kommen Samba, Fussball und schöne Frauen in den Sinn. Der Film überwindet solche Klischees und versteht den Samba als das, wofür er eigentlich steht. Samba kann nicht einfach auf Tanz und laszive Hüftschwünge reduziert werden. Samba ist auch Wort, Sprache, Text, Poesie – und sogar ein Lebensstil. Der Komponist und Sänger Martinho da Vila führt durch die Welt des Samba, erzählt Geschichten über seine 45-jährige Karriere und stellt seine Samba-Schule vor, die Vila Isabel in Rio de Janeiro.

Weitere Angaben zum Film:

Pressedossier O SAMBA!