Lateinamerikafestival 2012: Lateinamerikanische Jugendinitiativen

Das 15. Lateinamerikafestival war ein Riesenerfolg, der selbst unsere größten Erwartungen übertroffen hat!
So wie jedes Jahr seit 1997 fand am Samstag den 13. und Sonntag den 14. Oktober das Lateinamerikafestival im Museum für Völkerkunde statt. Das Festival steht seit vielen Jahren für ein besonderes Ereignis in Hamburg. Es zeigt neue musikalische Trends, aktuelle Produktionen lateinamerikanischer Künstler sowie ein wechselndes Schwerpunktthema mit Vorträgen und Filmen. Diese Mischung aus ernsthafter Information und mitreißender Unterhaltung gibt dem Festival einen angestammten Platz im Hamburger Kulturleben.
Ziele des Festivals sind einerseits, einen Beitrag zur Verbreitung lateinamerikanischer Kultur in Hamburg zu leisten, einen Treffpunkt für in Hamburg lebende Lateinamerikaner und alle am lateinamerikanischen Kontinent Interessierte zu bieten, und andererseits auch geldliche Mittel für Projekte unseres Vereins, der „Internationaler Jugendverband Europa Lateinamerika“ (IJEL e.V.) zu sammeln. Alle Einnahmen aus dem Karten- und Getränkeverkauf werden für die Finanzierung der Reisekosten der nächsten kubanischen Austauschgruppe.
Dieses Jahr hatten wir die Freude, 8 junge kubanische Künstler, Teilnehmer unserer interkulturellen Jugendbegegnung mit Cuba 2012, unter uns zu haben, die das Festival mit uns mitgestaltet haben.
Eröffnet wurde das Festival am Samstagabend mit einer Präsentation unseres Vereins, des IJEL e.V., gefolgt von einer musikalischen Darbietung der kubanischen Künstler.
Danach genossen wir eine Tango Tanzshow von zwei Mitgliedern, der Tango- Schule “Universo Tango”, begleitet von Livemusik des argentinischen Tango Duo “Miguel Pesce und Paul Fauaz“.
Als nächstes hatten wir mit der Band “Nendo Dango” unser erstes Konzert des Abends. Sie begeisterten uns mit einer angenehmen Mischung aus Rock, Reggae, Dub und tropisch lateinamerikanischen Rhythmen.
Das nächste Konzert lieferte die zwölfköpfige Hamburger Band “Cuico” mit ihrem chilenischen Vokalisten Ricardo Cien. Sie spielte eine Mischung aus Jazz, Salsa, Samba, Folk, Metal, Classical Music, hiphop, Pop und Latinpop, die großes Wohlgefallen unter den Anwesenden auslöste.
Als dritte und letzte auftretende Band hatten wir „Los Chupacabras“ aus Köln. Ihr Stil ist eine Mischung aus HipHop, Dancehall, Reggae, Reggaeton, Jazz, Funk, Salsa, Cumbia, Negroide, Son, Samba, Blues, Polka und Rock. Ihr Auftritt sorgte richtig für Furore unter den Anwesenden. Das Publikum hat gesprungen, getanzt, geschwitzt, Zugabe nach Zugabe gefordert, so dass das Konzert insgesamt eine halbe Stunde länger gedauert hat als geplant. Nie hatte das Festival eine Feierekstase dieses Ausmaßes erlebt.
Als Überraschung zum 15. Geburtstag des Festivals veranstalteten wir anschließend zum Chupacabras Konzert eine typische kolumbianische „hora loca“ (verückte Stunde), die die schon unglaublich gute Stimmung sogar noch mehr steigerte. Die „hora loca“ hat hauptsächlich so ausgesehen: Alle Anwesenden, erstaunlicherweise fast ohne Ausnahme, tanzten zusammen nach den kolumbianischen Klängen von Joe Arrollo in eine Art Polonäse, die sich kreisartig um den Saal drehte und so eine riesige sich bewegende Schnecke formte, die den Saal füllte. Dazu wurden diverse bunte Masken, Brillen, Mützen, Hüte und andere auffällige Gegenstände in der Menge verteilt, die dazu getragen wurden. Es war für uns eine tolle Erfahrung zu sehen, wie diese unglaubliche Partystimmung sich über alle Anwesenden ausbreitete. Die „hora loca“ war mit Sicherheit der Partyhöhepunkt der Festivals.
Im Anschluss an die „hora loca“ hatten wir das Privileg, mit den besten latin Djs Hamburgs weiter feiern zu können, das „C-Team“ bestehend aus Mario Medina und Camilo Remolina, die mit der besten Merengue, Salsa, Tropipop, Reggeaton und all der Musik, die das lateinamerikanische Herz begehrt, es geschafft haben, uns bis in den frühen Morgen am Tanzen zu halten.
Der diesjährige Themenschwerpunkt des Festivals waren die lateinamerikanischen Jugendinitiativen weltweit. Dementsprechend waren am Samstag und Sonntag Informationsstände der folgenden Initiativen anwesend:
Internationaler Jugendverband Europa Lateinamerika (IJEL e.V.), Monte Azul International e.V., Ayudando e.V., Jovenes en Movimiento (JOMO) und Musiker ohne Grenzen (MoG).
Außerdem waren auch Info- und Verkaufsstände von verschiedenen anderen Initiativen (…) an beiden Tagen anwesend: Yasuní ITT, Camarillo Salsas, Corazón de Caramelo, Amiguitos Verlag, Universo Tango.
Wie jedes Jahr genossen wir auch an beiden Tagen leckere typische lateinamerikanische Speisen in „La Cantina Latina“. Dieses Jahr gab es köstliches peruanisches Essen, mexikanisches Essen und und ecuadorianische Empanadas.
Der Sonntag war ein familienfreundlicher Tag mit einem vielfältigen Programm. Neben der Anwesenheit der obengenannten Info- und Verkaufsstände und der „Cantina Latina“ gab es ein Kinderprogramm, musikalische und Tanzdarbietungen, Vorträge zu unterschiedlichen sozialen Themen in Lateinamerika und Dokumentarfilme.
Wir sind sehr stolz euch mitteilen zu können, dass das Festival dieses Jahr sogar noch besser besucht wurde als die Jahre davor, und dass die Partystimmung am Samstag einfach genial war, eines der besten Feste, das wir bis jetzt veranstaltet haben.
An dieser Stelle wollen wir uns erneut bei allen bedanken, die an der Realisierung des Festivals mitbeteiligt waren, sowie auch bei allen Gästen. Wir erinnern noch einmal, dass alle Einnahmen des Festivals aus dem Karten- und Getränkeverkauf an die Finanzierung der Reisekosten für die nächste kubanische Austauschgruppe gehen, die an der interkulturellen Jugendbegegnung mit Cuba des IJel e.V. teilnehmen. Für diese Jugendlichen wäre eine Selbstfinanzierung der Reise absolut unmöglich wegen ihrer finanziellen Situation in Kuba.
Also vielen Dank für eure Unterstützung! Wir hoffen, euch und alle eure Freunde beim nächsten Festival wiederzusehen!

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