Kolumbien 2016

 

2016 sind wir mit einer Gruppe von 15 Leuten nach 2 Jahren Pause wieder nach Kolumbien geflogen! „Soziale Arbeit“ als spezielles Thema hat uns über 21 Tage begleitet; von Peireira nach Barranquilla und während der Ausflüge an der Karibikküste des wunderschönen Landes. Die Sensibilisierung über die Vielfalt an Lebensrealitäten ist eine der zentralen Ziele, die der IJEL mit dieser Jugendbegegnung verfolgte. Durch die aktive Mitwirkung in der Arbeit sozialer Einrichtungen in Pereira und Barranquilla sollte die Gruppe dann Teil von Aktivitäten sein, deren Ziel die nachhaltige Verbesserung der Lebensgrundlage bedürftiger Familien bzw. Kinder ist. Insgesamt führte die Übernahme von sozialer Verantwortung zu einem tiefen Vertrauen in die  Wirkungsfelder des eigenen Handelns und Helfens, sowie zur Stärkung der Kommunikations- und Vernetzungsfähigkeit der Teilnehmer_innen. Langfristig wurde so auch die Bildung neuer sozialer und persönlicher Fertigkeiten, Kompetenzen und Verhaltensweisen angestoßen. Durch den Gesamtprozess hindurch zogen sich letztlich das Reflektieren bzw. Hinterfragen seiner selbst, die kritische Auseinandersetzung mit Vorurteilen und Rassismen, sowie Diskurse zur Bedeutung von Kultur und Migration. Auch die Durchführung des geplanten Programms als solches erforderte die aktive Teilnahme aller Jugendlichen. Verschiedene partizipationsfördernde Methoden wurden so bereits in der Vorbereitung, sowie in den Zwischenevaluationen und der Nachbereitung genutzt.

Endlich waren wir angekommen und verbrachten wunderschöne Aklimatisierungstage in der Kaffeezone des Landes. Das Interesse an der Mitwirkung an sozialer Arbeit im Allgemeinen stoß auf reale Praxiserfahrungen innerhalb der regionalen Projekte, die wiederum viele Reflexions- und Evaluationsprozesse zu den Themen Identität, soziokulturelle Unterschiede, Bildung und Nachhaltigkeit angeregt haben. Auch die Sprachkenntnisse und vor allem Sprachanwendung verbesserten sich von Tag zu Tag! Für einige Teilnehmer_innen war es das erste Mal, dass sie so weit weg geflogen und so lang eigenständig im Ausland waren. Was im Laufe der Zeit entstehen sollte – tiefe Freundschaften, ein Gefühl von Vertrauen in sich, Bewunderung für viele fremde und neue Eindrücke und der Wunsch, bald wiederzukehren – damit hatte man am  Anfang so noch nicht gerechnet.

Nach den ersten Tagen in Barranquilla – in karibischer Wärme und Luftfeuchtigkeit – waren wir ein eingespieltes Team mit unseren herzlichen Partner_innen und Familien vor Ort. Die Tage waren aufregend und spannend, auch weil wir am  Alltag unserer Partner_innen, am Unileben und an Nachmittagen bis Abenden am Wochenende teilnehmen konnten. Dabei waren unsere Ausflüge unvergessliche Highlights; so zum Beispiel der in den wunderschönen Nationalpark Tayrona, in dem wir 2 Nächte in Hängematten unter freiem Himmel geschlafen hatten und am Leben zwischen Wildnis und indigener Lebensweise teilnehmen konnten, fern ab von Mobilfunkgeräten und Uhren.

Ein anderer Fokus, der für jede und jeden von uns zu den wertvollsten Momenten gehörte, waren die Begegnungen mit unseren Kindern in den verschiedenen Projekten in sozialen Einrichtungen. Das Ankommen in die Lebensrealitäten der Kinder und Menschen, die mit diesen tagtäglich arbeiten, war emotional, wertvoll und für alle Seiten ein Lernprozess. Lernen über uns, lernen über das, was vor Ort wirklich zählt und lernen von den Kindern.

Eine der wichtigsten Dinge, die wir mitnahmen, war, dass die fremde Kultur so viele andersartige und zur selben Zeit gleiche Aspekte wie die eigene aufweist und dass die Lebensrealitäten der kolumbianischen Jugend der deutschen Jugend auf der bloßen Basis der Altersgruppe ähneln. Zudem war es eine tolle Erfahrungen für die Leitpersonen zu erleben, wie sehr sich Erwartungen bestätigt und aus den Weg räumen ließen und dass die Arbeit des Vereins langfristig weiter von allen Teilnehmer_innen – auf deutscher und kolumDesktop18bianischer Seite – unterstützt werden möchte.Desktop17

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Kolumbien