Chile 2015

Interkulturelle Jugendbegegnung: Chile

Im Fokus der Jugendegegnung des IJEL e.V. mit unseren Partner_innen in Chile steht Jugendlichen kurzfristig einen Dialog zwischen den Kulturen zu ermöglichen, aus dem sie langfristig neue Perspektiven gewinnen und andere Realitäten kennenlernen. Während der Begegnung werden die Hamburger Teilnehmer_innen zu Vermittler_innen ihrer Kultur, lernen aber auch sich neuen Perspektiven gegenüber zu öffnen, die eigenen zu reflektieren und von dieser Erfahrung zu lernen. Die Begegnung soll den Jugendlichen helfen, ihre sozialen und kulturellen Gemeinsamkeiten und Unterschiede zu entdecken und sich derer bewusst zu werden.

Hauptort der Begegnungwar die Hauptstadt Santiago de Chile, wo die Teilnehmer_innen in Gastfamilien untergebracht waren. Dies bewirkte, dass sie intensiver den Alltag einer chilenischen Familie kennenlernen konnten und in einen direkten Kontakt und Austausch treten konnten.

In den drei Wochen der Chile Jugendbegegnung hat die Gruppe das Land durch verschiedene Workshops und Seminare zu verschieden Themen kennengelernt, wie z.B. dem deutschen und chilenischen Schulsystem, dem chilenischen Nationaltanz ,,Cueca“ und der Diktaturgeschichte. Außerdem wurde das Wissen über Chile und seine Kultur durch Tagesausflüge, unter anderem auch außerhalb Santiagos, wie z. B. im Nationalpark „La Campana“, weiter vertieft um verschiedene Seiten von Chile zu Gesicht zubekommen.

Einige Tage verbrachte die Gruppe in der Hafenstadt Valparaíso. Da die Gruppe in diesen Tagen gemeinsam mit den chilenischen Teilnehmer_innenzusammen in einem Hostel wohnte, konnte ein starkes Gruppenverhältnis aufgebaut werden, welches der restlichen Begegnung prägte. Neben der Thematisierung der historischen, wirtschaftlichen und stadtpolitischen Bedeutung Valparaísos wurde der Aufenthalt auch genutzt, um Kulturstätten zu besuchen und mit der kulturellen und künstlerischen Bedeutung Chiles auseinanderzusetzen. So wurden zum Beispiel die einzigartigen Häuser des berühmten Dichters und Nobelpreisträgers Pablo Neruda, in Valparaíso und auf der IslaNegra besucht.

Das Programm wurde von den chilenischen und deutschen Jugendlichen durch ständige Kommunikation zusammen vorbereitet. Pädagogische Methoden, die das demokratische Handeln und Denken fördern, wurden hierbei angewendet. Jede_r deutsche Teilnehmer_in hat als Vorbereitung ein thematisches Referat für die Gruppe vorbereitet und vorgestellt. Themen waren zum Beispiel Tanz und Gesang in Chile, die Militärdiktatur und das politische System. Ebenso wurden Referate und Workshops über deutschlandspezifische Themen von den Jugendlichen vorbereitet und in Chile präsentiert.

Die Durchführung des Programms erforderte insgesamt die aktive Teilnahme aller Jugendlichen. Des Weiteren waren die Teilnehmer_innen an der Vorbereitung wie Durchführung des Vorbereitungs- und Nachbereitungsseminars beteiligt. Beide Seminare erstreckten sich über zwei Tagen, an denen über Inhaltliches und Organisatorisches diskutiert wurde.